Suchmaschinenoptimierung

SEO Rankingfaktoren 2020: Wie Unternehmen bei Google (weiterhin) gut ranken

Die Suchmaschinenoptimierung zählt nach wie vor zu den wichtigsten Online-Marketing-Disziplinen. Eine Webseite auf Platz eins zu bringen, ist allerdings ein hartes Stück Arbeit – und erfordert kontinuierliche Optimierungen. Denn Google nimmt an seinem Algorithmus ständig Anpassungen und Erweiterungen vor. Über 200 Rankingfaktoren soll es inzwischen geben, Tendenz steigend. Auf welche Faktoren es im Jahr 2020 ankommt, haben wir in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Als Google Anfang des Jahres sein neues großes Core-Algorithmus-Update ausrollte, stürzten zahlreiche Webseiten im Google-Ranking ab. 

Wie üblich äußerte sich Google kaum bzw. wenig hilfreich zu den Hintergründen, Inhalten und Zielen des Core-Updates. „Erstelle Webseiteninhalte, die Besucher lieben” – so lautet die generelle Empfehlung des Tech-Giganten aus dem Silicon Valley. Das ist natürlich grundsätzlich kein schlechter Rat, wenngleich offensichtlich wenig konkret.

SEO-Verantwortlichen bleibt also nur, die Entwicklungen zu beobachten, zu analysieren und letztlich aus den Erkenntnissen Maßnahmen abzuleiten. Das Motto lautet: “trial and error”. 

Seit dem letzten Core-Update Mitte Januar sind nun zwei Monate vergangen. Genug Zeit, um erste, valide Rückschlüsse zu ziehen.

Was ist wichtiger? Google-Updates oder Marketing-Maßnahmen?
Eine Diskussion in acht Teilen

Basierend auf diesen Beobachtungen wollen wir in diesem Artikel auf die sieben prägnantesten Google-Rankingfaktoren für das Jahr 2020 eingehen und die Frage beantworten: Worauf kommt es in der Suchmaschinenoptimierung jetzt (oder nach wie vor) am meisten an? 

Mobile First & User Experience

Smartphones und Tablets sind im Jahr 2020 die dominierenden Devices auf dem Markt. Das bedeutet für Webmaster und SEO-Manager: Ist die Webseite nicht kompatibel und einfach über Mobile bedienbar – verliert sie im Ranking. Auch abseits des Google-Algorithmus spielt das die Optik eine entscheidende Rolle: Ein schlechtes oder fehlendes Responsive Design verschreckt wichtige Besucher und damit potenzielle Kunden.

Zur Überprüfung der eigenen Mobile-Tauglichkeit bietet Google ein eigenes Tool unter folgendem Link: https://search.google.com/test/mobile-friendly

Grundsätzlich ist die Nutzererfahrung (User Experience) nach wie vor einer der wichtigsten Rankingfaktoren. Dazu zählt vor allem die Geschwindigkeit, mit der Inhalte einer Webseite ausgespielt werden. Entwickler sollten deshalb ein besonderes Augenmerk auf technische Richtigkeit legen und bei Bild- sowie Videomaterial auf kleinstmögliche Dateigrößen setzen. 

Entscheidende Kenngrößen in der Beurteilung der User Experience sind Absprungrate und Sitzungsdauer. Auch Social-Media spielt eine immer größere Rolle. Nutzer kommentieren, liken und teilen Beiträge und erzeugen dadurch Nutzersignale. 

Der Dreiklang für eine gute Nutzererfahrung lautet: schnell, übersichtlich, nutzwertig (hochwertiger Inhalt)

SEO Rankingfaktoren 2020 Mobile First und User Experience

Hochwertige Inhalte

Seit dem Panda-Update 2011 ist ein entscheidender Faktor in der Bewertung von Webseiten durch Google die Qualität des Contents. Seiten mit hochwertigem Content werden durch eine höhere Platzierung in den Suchergebnissen belohnt, schlechte oder minderwertige Inhalte werden im Ranking abgestraft.  

Mit jedem Update verbessert sich der Algorithmus in der Analyse von Texten. Diese Entwicklung erlaubt es Google, immer stärker auf den Faktor Qualität zu setzen. Dadurch sollen technische Rankingfaktoren noch weiter an Bedeutung verlieren.

Was genau das für Webseiten-Betreiber heißt, will Google auch hier natürlich nicht verraten. Amit Singhal von Google rät jedoch, bei der Erstellung in erster Linie die beste User Experience im Blick zu haben und weniger auf Rankingfaktoren und Algorithmen zu achten. Es gilt: Wer seiner Zielgruppe relevante, zuverlässige und hochwertig aufbereitete Informationen bietet, hat gute Chancen, in den Suchergebnissen einige Plätze höher zu klettern.

FAQ-Snippets

Seit Mai 2019 finden sich bei zahlreichen Suchanfragen die sogenannten FAQ-Snippets ganz oben im Ranking. 

Ohne auf eine bestimmte Webseite klicken zu müssen, finden Nutzer hier die Information, nach der sie gesucht haben. Den Text-Schnipsel hebt Google durch eine ansprechend strukturierte Anordnung der Daten hervor. 

Der Nachteil: Obwohl man dem Suchenden einen Nutzwert liefert und seine Frage beantwortet, bekommt derjenige, der die Information liefert, nicht mal mehr einen direkten Klick. Gleichzeitig bieten die FAQ-Snippets auch Chancen. Die Sichtbarkeit der Webseite erhöht sich maßgeblich. Ist der Nutzer mit der Information aus dem FAQ-Snippet zufrieden, kann sich der „eventuelle“ Klick schnell in einen tatsächlichen verwandeln.

SEO Rankingfaktoren 2020 FAQ-Snippets

Backlinks & Interne Verlinkungen

Entgegen häufiger Vermutungen, Backlinks seien für den Algorithmus nicht mehr von großer Bedeutung, ist das konstruktive Linkbuilding nach wie vor einer der wichtigsten Einzelfaktor im Google-Ranking. 

Entscheidend ist hierbei, wie bereits oben erwähnt, ein hochwertiger, nutzwertiger und damit zielgruppenrelevanter Content. Wer gute Inhalte anbieten kann, erhält früher oder später Verlinkungen externer Webseiten auf die eigenen Inhalte, ohne dass dafür etwas bezahlt werden muss. 

Es gibt verschiedene Wege, um Backlinks aufzubauen. Nach wie vor erweist sich der organische Linkaufbau aber als der beste und nachhaltigste Weg, wenngleich auch der schwierigste. An dieser Stelle Ausdauer und Geduld zu beweisen, zahlt sich jedoch aus. 

Absolute No-Gos im Backlink-Aufbau sind speziell zu diesem Zweck angelegte Webseiten, der Erwerb von Backlinks und die Verwendung von Money Keywords in den Linktexten. Wichtig ist außerdem ein natürlicher Ankertext. Von einem plakativen  „Hier klicken” ist also abzuraten.

SEO Rankingfaktoren 2020 Backlinks und interne Verlinkungen

Bildoptimierung

Die Verwendung von Bildern zur Ausgestaltung der eigenen Inhalte ist nicht nur gängige Praxis, sondern auch eine gute Idee: Für User werden die Inhalte greifbarer, leichter verständlich und optisch ansprechender. Damit erhöht sich die Zugänglichkeit der Webseite, was Google mit höheren Rankings belohnt. Schon allein aus diesem Grund zahlt sich der Einsatz von ansprechendem Bildmaterial aus. 

Doch der Google-Bot gibt sich leider nicht einfach mit hübschen Bildchen zufrieden. Um Bilder für die Suchmaschine möglichst verdaulich zu machen, müssen Title, Alt-Tags und der richtige Dateiname vergeben werden. Auch sollten Bilddateien nicht zu groß sein, um das Pagespeed nicht zu beeinträchtigen. Die gute Nachricht ist: All das ist kein Hexenwerk, kann aber das Ranking der Seite maßgeblich zum Positiven beeinflussen.

EAT – Expertise, Autorität & Vertrauenswürdigkeit

Das Algorithmus-Update von August 2018 führte damals drei neue Faktoren für das Ranking ein: Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness (kurz: EAT). Diese Faktoren, zu Deutsch Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit, spielen auch 2020 eine wichtige Rolle beim Ranking.

Google räumt Webseiten, die besonders vertrauenswürdig wirken, eine bessere Position in den Suchergebnissen ein. Renommierte Marken, denen User durch ihr Nutzerverhalten offenbar große Relevanz und Vertrauenswürdigkeit attestieren, profitieren am stärksten davon. Welche konkreten Kriterien Google dabei beachtet, ist auch hier wieder nicht bekannt.

Ein guter Ansatz ist, möglichst viel Vertrauen zu seiner Zielgruppe aufzubauen. Das kann beispielsweise durch gute Inhalte mit Verweisen auf Quellen, Zertifikate und Gütesiegel oder die Veröffentlichung von Gesichtern hinter den Beiträgen erfolgen.

SEO Rankingfaktoren 2020 EAT

Seitenarchitektur & URL-Struktur

Es bleibt leider nicht aus: Auch im Jahr 2020 müssen sich Webmaster die Frage stellen, wie leicht ihre Seite für den Google-Bot durchdringbar ist. Neben technischen Basics wie einer Sitemap, einer korrekten Überschriften-Hierarchie und korrekt eingesetzter Robots.txt spielt auch die Content-Architektur der Seite eine große Rolle. 

Wichtig ist hierbei, dass die Inhalte sinnvoll und nachvollziehbar in Kategorien untergliedert sind. Außerdem können die sogenannten Breadcrumbs, eine sekundäre Navigation, die Usern ihre aktuelle Position in der Hierarchie zeigt, die eigene Seitenarchitektur zur Verständlichkeit der Webseite beitragen.

Neben der Seitenarchitektur, spielt auch die Benennung der URLs eine wichtige Rolle. So sollten Webseitenbetreiber auf kryptische Zeichenfolgen verzichten und stattdessen auf verständliche, strukturierte und sinnvolle URLs setzen.

Diese Faktoren sind übrigens nicht nur für Google wichtig: Auch User schätzen eine nachvollziehbare Seitenstruktur, was sich wiederum positiv auf KPIs wie Verweildauer, Absprungrate und Klickrate auswirkt und somit auch zu einem besseren Ranking führt.

Haben Sie ein konkretes Anliegen?

Schreiben Sie uns noch heute eine Nachricht oder rufen Sie an!

Suche

Drücken Sie Enter zum starten der Suche

Hey! Schön, dass Sie zu uns gefunden hast! 

Wir hoffen, unser Beitrag kann Ihnen weiterhelfen.

Falls nicht: schreiben Sie uns im Chat! 

Ist Ihre Seite vielleicht im Ranking gefallen oder gar ganz verschwunden? Suchen Sie konkret nach Tipps, Ihre Webseite SEO-technisch zu verbessern? Oder sagen Sie ganz einfach „Puh, das ist mir alles zu kompliziert, könnt Ihr das nicht machen?

Egal welches SEO-Anliegen Sie umtreibt – sprechen oder schreiben Sie uns gerne einfach an. Gemeinsam lösen wir Ihr Problem.